Geschichte

Vom ehemaligen Schloss Rüppurr, das erstmals 1380 urkundlich als 'Veste Rüppurr' erwähnt wurde und einem alten Adelsgeschlecht - den Herren von Riedbur - als Wohnsitz diente, ist neben der Mühle heute nur noch die ehemalige Meierei aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts übrig geblieben.

Das genaue Alter der Meierei ist nie bestimmt worden. Steinmetzzeichen und bauliche Ähnlichkeiten lassen diese Zeit jedoch wahrscheinlich erscheinen. Eine Untersuchung z.B. der verwendeten Hölzer auf ihr Alter wurden nicht durchgeführt.

Im 16. Jh. existierte ein größerer Gebäudekomplex mit Ringmauer und Wassergraben. Bereits 1762 wurde das Schloss abgerissen und das Gelände durch den Großherzog Karl Friedrich zur Nutzung als Kammergut und später für Fabriken (Tabakmanufaktur, Leinwand- und Baumwollbetriebe) umgewidmet.

Die Meierei - eigentlich nur als Wohngebäude konzipiert - erfuhr im Lauf der Zeit verschiedene Nutzungen. Im Jahr 1770 wurde sie zur Wohnung der auf dem Schlossgelände eingerichteten Leinwandbleicherei. Ab 1816 diente sie dann als Bäckerei für das großherzogliche Militär. Gegen Ende 19. Jhdt. oder Anfang 20. Jhdt. wurde der Fachwerkanbau auf der Südseite ergänzt.

Der untypische rote Anstrich ist erstmals 1972 erwähnt. Bei der grundlegenden Renovierung 1999 - 2001 wurde dieser beibehalten und das Gebäude zum Therapie- und Seminarzentrum "Rotes Haus" umgenutzt.